Florian Jackwerth

Portrait von Florian Jackwerth

Florian Peter Jackwerth spielt nach eigener Aussage (und nach der seiner Eltern) schon „seit seiner Geburt“ Theater, und wird es auch noch tun „wenn Schlafes Bruder anklopft“. Der im April 1976 in München geborene und seit November 2008 am Heiglhoftheater spielende Riesenfloh ist prädestiniert für wahrhaft große Rollen: Mit seinem stattlichen Körpergewicht verleiht er seinen Figuren einen gewaltigen Resonanzraum, den er durchaus einzusetzen weiß.

Bei all dem privatem Wortwitz und seiner sprühenden Phantasie spielt er jedoch bevorzugt in den dunklen Regionen und schmutzigen Ecken der menschlichen Seele: streitsüchtiger Philister, grimmiger Schwergewichtsboxer, devoter Hilfskommissar, durchgeknallter Ex-Dissident, philosophischer Killer, faschistoider Sicherheitsbeamter, schnöseliger Adliger, übereifriger Kellner usw. – diese Rollen geben ihm den Ausgleich zu dem Gesicht, das ihn jeden Morgen im Spiegel angrinst.

Er liebt die Bretter, die für ihn die Welt bedeuten und wenn das Publikum an seinen Lippen klebt, ihn hasst, bemitleidet – oder besser noch – mit ihm weint. Dementsprechend sind seine Rollenwünsche: Am liebsten Tybalt oder Mercutio.

(Zitat aus Künstlerportait Florian Jackwerth)