Michael Böckling

Portrait von Michael Böckling

Am Anfang war das Licht...

...im Heiglhoftheater eher spärlich! Die ersten beiden Stücke wurden noch in der Küche des Atriums des Studentenwohnheim Heiglhof 64, mit nur zwei 60 Watt Glühlampen aufgeführt. Bestenfalls unterstützt durch eine kleine Lampe auf einer Videokamera oder das kurze Aufzucken eines Fotoblitzes.
Bei unserer dritten Produktion "Der nackte Wahnsinn" erstrahlte die Bühne schon im gleißenden Licht von ca. 2.500 Watt und der Abteilung Technik wurde Größenwahn attestiert, "da wir ja schließlich keine Hollywood-Produktion ausleuchten sollten". Aber was soll man auch diesbezüglich von unseren "Schöngeistern" erwarten? Verkabeln sie doch in gut gemeinten Hilfsaktionen die Tonanlage mit dem Dimmerpack der Lichtsteuerung (Hallo Roland K.) oder wollen, in einer absichtlich dunkel gehaltenen Szene wegen der Dramitik und Spannung volles Licht, damit sie besser fotografieren können.
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Wie dem auch sei, auch wenn ich immer mal wieder gefragt werde, warum ich eigentlich diesen "langweiligen" Job jenseits der berühmten Bretter, im Dunkeln und ohne Applaus mache, kann ich nur sagen, hier ist es viel lustiger und die Aufregung und Spannung ist die gleiche wie auf der Bühne (setzen Sie sich doch mal fast zwei Stunden neben einen völlig hibbeligen Regisseur; Gruß an Matze und Rolf), aber die Freude über eine gelungene Gesamtvorstellung entschädigt für vieles.
(Zitat von Michael Böckling aus Biographie 1995-2000)