Der Kontrabaß

Patrick Süßkind

Plakat Der Kontrabass

Aufführungen

Sa. den 17.07.1999 um 20:00 Uhr

Olympiadorf
Helene-Mayer-Ring 9
80809 München

Fr. den 30.07.1999 um 20:00 Uhr

Sa. den 31.07.1999 um 20:00 Uhr

Studentenwohnheim Heiglhof
Heiglhofstr. 64
81377 München - Großhardern

Zum Stück

Normalerweise spielt der Kontrabassist im Orchester nur eine untergeordnete Rolle in der letzten Reihe. Hier stellt er einmal in einem sozialanalytischen und milieukomischen Stück seine Beziehung zum Instrument als Geliebte, Freund, Feind und Verhinderer des eigenbestimmten Weges dar. Durch die skurrile Art der Darstellung von Phantasie und Realität begibt er sich, durch den Alkohol beflügelt, in den Bereich des Größenwahns.

Der Antiheld verliert sich in der Zeit zwischen einer Probe und der Festspielpremiere in seinen eigenen Gedanken und baut sich imaginär seine Zuhöhrerschaft auf. Vehement vermittelt er seine Gedanken, die sich nur um den Kontrabaß drehen, der in jeder Beziehung im Mittelpunkt seines doch so durchschnittlichen Lebens steht. Was er auch tut, es ist immer der Kontrabaß, der ihm im Wege steht und doch hat er eine äußerst enge, geradezu intime, Beziehung zu seinem Instrument.

Der Monolog des Kontrabassisten, eine solistische Darbietung in Worten, die es in Noten nie gegeben hat.

Patrick Süskind

Absolvierte den Zivildienst und studierte anschließend, wie sein Vater, Geschichte (inclusive eines Auslandstudienjahres in Aix-en Provence), mit Magisterexamen. Nach seinem Abschluß folgten vorerst Gelegenheitsjobs, Drehbücher und Kleinigkeiten in Prosa, aber diese wurden vorerst nicht veröffentlicht. Der Durchbruch gelingt mit dem Theaterstück „Der Kontrabaß“, ein Monolog in einem Akt, der seine Uraufführung 1981 im Münchner Cuvilliée feierte. 1985 erscheint sein Roman „Das Parfum“, der neun Jahre lang auf der Spiegel-Bestsellerliste seinen Platz behaupten konnte und mittlerweile in 33 Sprachen übersetzt und über acht Millionen mal verkauft wurde.