Geschlossene Gesellschaft

Jean-Paul Sartre

Plakat Geschlossene Gesellschaft

Aufführungen

Do. den 02.09.1999 um 20:00 Uhr

Dildapper Bühne
Marktstraße 18
89335 Ichenhausen

Fr. den 03.09.1999 um 20:00 Uhr

Sa. den 04.09.1999 um 20:00 Uhr

Studentenwohnheim Heiglhof
Heiglhofstr. 64
81377 München - Großhardern

Das Stück

Joseph Garçin, Ines Serrano und Estelle Rigault werden von einem undurchsichtigen Kellner in einen Raum geführt, der sich für alle drei Beteiligten als äusserst unpassend und scheusslich erweist. Dennoch bekommen sie keine Möglichkeit zu wählen. Sie erkennen sehr schnell, daß sie diesen Raum weder verlassen, noch ihn verändern können. Was bleibt, ist, sich miteinander bekannt zu machen. Aber auch hierbei erkennen sie schnell, dass es wohl selten drei Menschen gibt, die so wenig Gemeinsamkeiten miteinander haben und doch so gleich sind.
Das aber soll noch lange nicht genug sein, denn jeder von den dreien hindert den anderen daran, sich seine Lage selbst so zu gestalten, daß es für diesen erträglich wird. Zudem ist es wohl auch nicht möglich zu schlafen, da noch nicht einmal die Gelegenheit dazu vorgesehen ist. Schlimmer noch, der Raum in dem sie sich gezwungenermassen aufhalten müssen, ist nahezu leer, nichts mit dem man sich auf Dauer ablenken oder spielen könnte, nur eine Statue und ein nutzloses Papiermesser.
Es ist die Vorstellung, eine Ewigkeit mit Menschen zusammen zu sein, deren Umgang einem, selbst ohne äussere Einflüsse, zur Qual werden könnte. Was hat das alles für die drei zu bedeuten? Ist es überhaupt ein Raum? Können sie dieser Situation vielleicht doch noch entfliehen? Warum sind sie zusammen?

Jean-Paul Sartre

Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt Sartres Laufbahn als freier Schriftsteller. Er wird zum gefeierten Philosoph, Romancier und Bühnenautor. Seine immense Arbeitskraft erfasst alle Bereiche schriftstellerischer Produktion. Umfangreiche philosophische Texte, Romanzyklen, Erzählungen, Theaterstücke, Drehbücher, politische Streitschriften, Zeitungsartikel, Reiseberichte erscheinen in dieser Zeit und verkaufen sich weltweit in Millionenauflagen. 1964 erhält er den Literaturnobelpreis, den er jedoch ablehnt. Sartre begründete die Philosophie des modernen Existentialismus. Im Mittelpunkt steht der moderne Mensch in einer von Gott vergessenen Welt ohne überirdische Sinnstiftung. In dieser Lage hat der Mensch die Freiheit, sein Dasein durch Taten sinnvoll zu gestalten.