Endspurt

Sir Peter Ustinov

Plakat Endspurt

Aufführungen

Do. den 19.06.1997 um 20:00 Uhr

Eintritt: 12.00 DM (ermäßigt 6.00 DM)
Studentenwohnheim Heiglhof
Heiglhofstr. 64
81377 München - Großhardern

So. den 22.06.1997 um 20:00 Uhr

Di. den 24.06.1997 um 20:00 Uhr

Eintritt: 12.00 DM (ermäßigt 6.00 DM)
Theater im WALDHEIM
Waldheim 1
81377 München-Großhadern

Do. den 26.06.1997 um 20:00 Uhr

Eintritt: 12.00 DM (ermäßigt 6.00 DM)
Café DADA
Willi-Graf-Str. (U6 Studentenstadt)
80805 München - Studentenstadt Freimann

"Laßt uns nicht klüger sein als die Zukunft!" - Boysen

Zum Inhalt

Als eine Art Lebensbilanz erscheint uns dieses vielbeachtete „biographische Abenteuer“ von Sir Peter Ustinov - mit dem gelassen-ironischen Titel „Endspurt“!

Es geht um den Erfolgsschriftsteller Sam Kinsale, der auf sein Leben zurückschaut und höchstlebendig seiner eigenen Vergangenheit wiederbegegnet, als er seine Memoiren im Alter von achtzig Jahren schreiben will.
Auf skurile Weise „materialisieren“ sich seine Erinnerungen, und so kann er mit sich im Alter von sechzig, vierzig und zwanzig Jahren sprechen.
Dabei erkennt er seine persönlichen Wandlungen, sieht Erfolge, Fehler und Versäumnisse im Angesicht seiner vier realen Ichs. Trotz des gleichen Namens denkt und fühlt er unterschiedlich - kann er „von sich selbst“ lernen? Bringt der eine in seiner jeweiligen Situation Verständnis für die Ideen, Wünsche und Probleme des anderen Ichs auf?
Folgen Zwanzig, Vierzig und Sechzig den Vorschlägen des „weisen“ Sam?
Kann er sie von der Wiederholung seiner Torheiten abbringen?
Mit zwanzig Jahren ist er ein verliebter, schwärmerischer Jungdichter, mit vierzig hält er sich für ein verkanntes Lyrik-Genie und im Alter von sechzig Jahren hat er es endlich geschafft - den Geschmack des Publikums hat er getroffen -, er ist populär. Parallel dazu sammelt er unterschiedliche Eindrücke in der Liebe:
Verliebtheit mit Stella, Heirat gegen den Widerstand des Vaters, Ehe, Ernüchterung und (ungewollter) Sohn; Seitensprünge fordernd versucht er, bequem jedwedem Konflikt aus dem Weg zu gehen.
Absurd sind die simultanen Auftritte von Sam, etwa als er sich selbst als Baby im
Arm hält oder er seinen - an Jahren jüngeren - Vater, der längst verstorben ist, trifft. „Ein bißchen Schizophrenie gehört dazu ...“ (Ustinov)

P. Ustinov (geb. 1921 in London) sagt in seinem Stück:

„Ich habe fast achtzig Jahre gebraucht, um ein paar Züge meines Wesens zu entdecken.“